, Roman Günter

1. Mannschaft - FC Bern c 11:1

Riedweg 60 Zuschauer

Einwechselspieler: Heiniger, Del Monte, Venetz, Günter, Schmidt, Colley, Fresard

Trainer: Ryser/Hausammann/Isch

Tore: könnt ihr dem 2. Bild entnehmen ;-)

 

Torfestival am Riedweg

Nachdem vor Wochenfrist auch das zweite Saisionspiel verloren ging und die Stimmung aufgrund vieler Abwesender und Verletzten/Angeschlagenen eher gedämpft war, hatte auch niemand gross Lust darüber noch ein paar Zeilen zu verlieren. Gegen die Stadtberner vom FC Bern war im dritten Saisonspiel daher bereits ein gewisser Druck vorhanden, wollte man den Saisonauftakt nicht komplett vermasseln. 

Dem geschulten Zuschauerauge entging am Sonntagmorgen nicht, dass das heilige Grün am Riedweg einen etwas ungewohnteren Schnitt hatte und in der Ecke ein grünes Ufo parkte. Das ist ein Test-Mähroboter, welcher dem Rasen einen sehr ansprechenden Schnitt verpasste und den ewigen Ausreden des zu hohen Rasens endlich den Garaus machen soll. Nach einer 2-3 wöchigen Testphase wird dann entschieden, wie es bezüglich Rasenpflege weitergehen soll. 

Das Spiel startete gleich mit einem Paukenschlag. Der Torhüter des FCB dachte sich wahrscheinlich, er wolle seine CR7-Dribbelkünste zeigen und den heranlaufenden Schär mit einem Trick umspielen. Er hatte dabei aber wohl nicht bedacht, dass Schär mit den Torhütern jeweils kurzen Prozess machtund bereits der eine oder andere aus den Zweikämpfen eine Blessur davon trug. So auch in dieser Szene. Es gab ein Pressschlag, Schär blieb auf den Beinen und konnte die Kugel bereits in der ersten Spielminute aus ungünstigem Winkel im Tor unterbringen.

Eine halbe Dose Kühlspray später war klar, dass die Partie für den FCB Schlussmann bereits wieder vorbei war. Ersatztorhüter war keiner aus Bern nach Grafenried gereist und so musste ein Feldspieler in den sauren Apfel beissen.

Nach einer Viertelstunde fasste sich Kull nach einem Eckball ein Herz und traf einen scheinbar geklärten Ball aus rund 20 Metern Torentfernung mit dem rechten Vollspann ziemlich satt. Der Ball fand auf noch leicht feuchtem Terrain den Weg unbedrängt in die rechte untere Torecke. Dann passierte lange nicht mehr all zu viel. Der SCG machte sich das Leben mit vielen Ungenauigkeiten selber schwer, viele Pässe kamen nicht an oder es wurde einfach die viel zu komplizierte Lösung gewählt. Vor der Pause sorgte dann der wirblige Böhlen mit dem 3:0 für die eigentlich sichere Führung. Doch noch war nicht Pause und die Berner lancierten nochmals einen ihrer seltenen Angriffe. Und siehe da, man stellte sich in der SCG Hintermannschaft ungeschickt genug an, dass tatsächlich der Anschlusstreffer fiel. Mit dem 3:1 ging es dann in die Pause. 

Zwischen der 40. und der 60. Minute war bei den Grünschwarzen der Wurm drin. Auch die Ryser'sche Pausenansprache konnte dies nicht ändern. Die Gäste aus Bern rochen ihre Chance und konnten zu Beginn der zweiten Halbzeit einige gefährliche Angriffe lancieren. Gasser behielt mit seinen Paraden und ein bisschen Fortune (1x Lattenknaller) sein Team im Spiel. Mitten in dieser heiklen Phase trat dann Mittelfeldmotor Spielmann auf den Plan. Aus gefühlt 30 Metern fasste er sich einfach mal ein Herz und zog ab. Das Leder (oder heute eher Plastik) senkte sich genau ins "Filet" und war damit (zusammen mit dem sehenswerten Freistosstreffer von Böhlen) der Treffer des Tages. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Stadtberner nicht mehr viel entgegenbringen. Zwischen der 65. und 91. Minute konnten sich 7! weitere Torschützen feiern lassen und sorgten damit für einen historisch hohen Sieg in der 3. Liga. 

Nach dem Spiel war man sich klar, dass dieser Erfolg nur dem perfekt geschnittenen Rasen geschuldet war und Robo in Grafenried bleiben muss ;-)

Mit einem bisschen Distanz muss man aber auch klar festhalten, dass der FCB mit dem frühen Ausfall des Torhüters ein riesiges Handycap mit ins Spiel nahm. Wenn man in einer Partie dann mal 5-6 Tore kassiert hat und konditionell langsam an die Grenzen gerät, kann es halt manchmal ein happiges Resultat werden. Der SCG tut gut daran, diese 11 Tore nicht zu überbewerten. Nächste Woche steht im Bossloch in Roggwil eine Partie gegen einen Gegner an, der mit 7 Punkten aus 3 Spielen gut in die Saison gestartet ist. Der SCG hat gegen die Oberaargauer noch eine Rechnung offen, schenkte man in der letzten Saison mit einer unterirdischen Leistung m Bossloch den Roggwilern 3 Punkte. Wir würden uns freuen wenn der/die eine oder andere Zuschauer/in den Weg nach Roggwil finden würde.