, Schär Matthias

Bericht Vorrunde 20/21 1.Mannschaft

Zurzeit würden wir uns eigentlich einmal wöchentlich in der Turnhalle Fraubrunnen treffen, um in Form zu bleiben und zum «Chügele». Aus bekannten Gründen ist dies jedoch zurzeit nicht möglich. So ist die Selbstdisziplin der Spieler in dieser Adventszeit umso mehr gefragt. Damit der vorweihnachtliche Schwimmring nicht stärker anschwillt als in anderen Jahren, muss sich jeder individuell fit halten. Glücklicherweise sind wir durch den ersten Lockdown in dieser Hinsicht schon etwas vorbereitet. Nach der ausgefallenen Frühlingsrunde hatte der eine oder andere ein Kilo zu viel auf den Rippen, Trainer Ryser wusste diesem Umstand, mit einer langen und schweisstreibenden Vorbereitung abzuhelfen. Ich bin überzeugt, dass ihm ähnliches auch in der Winterpause wieder gelingen wird. Nun komme ich zur eben genannten Vorbereitung, da ab Mitte Mai der Kontaktsport wieder erlaubt war, begannen wir sogleich mit dem Training. Nach der Zwangspause verspürte man in den Übungseinheiten deutlich, dass viele ein Bewegungsdefizit aus dem Lockdown mitbrachten. So war es auch kein Problem, dass zwischen dem Trainingsstart und dem ersten Pflichtspiel ganze drei Monate lagen. Man war einfach froh, wieder auf dem Rasen zu stehen. Insgesamt absolvierten wir im Sommer vier Testspiele, es resultierten zwei Siege und zwei Niederlagen. Dabei sorgte vor allem der letzte Test gegen den FC Utzenstorf bei Spielern und Trainern für Verunsicherung. Gegen einen alles andere als überzeugenden Gegner lieferten wir eine unterirdische Leistung ab. Als Titelverteidiger angetreten, mussten wir uns beim traditionellen Willi Steffen Cup mit dem vierten und letzten Rang begnügen. Der desolate Auftritt gegen Utzenstorf amüsierte weder den Trainer noch seinen Assistenten. In den wenigen Trainings bis zum Meisterschaftsbeginn versuchten sie uns wiederaufzubauen. Jetzt zur Meisterschaft, in diesem Rückblick werde ich nicht auf jedes einzelne Spiel eingehen. Dazu verweise ich auf die ausführlichen Matchberichte zu jeder Begegnung. Stattdessen möchte ich ein paar Highlights der Vorrunde hervorheben.

Traumtor: Als erstes fällt mir da das Cupspektakel gegen den Zweitligisten aus Langnau ein. Mit viel Kampf und Teamgeist gelingt es uns auf dem Rasen, den Klassenunterschied unsichtbar zu machen. In der Schlussphase dieser engen Partie liegen die Emmentaler zwar noch mit 2:3 in Führung doch wir drücken in den letzten Minuten unermüdlich auf den Ausgleich. Es läuft bereits die Nachspielzeit, da fasst sich der wirblige Jungspund Böhlen am linken Flügel ein Herz, er zieht unwiderstehlich zur Mitte und lässt gleich mehrere Langnauer wie Statisten aussehen. Im Anschluss zimmert er den Ball mit seinem starken rechten Fuss in den Winkel! Der Riedweg bebt, die Freude kennt kaum Grenzen! Aufgrund der Dämmerung werden auf dem Trainingsplatz bereits Vorbereitungen für das Penaltyschiessen getroffen. Doch soweit kommt es nicht, in den letzten Sekunden des Spiels trifft Langnau mit einem herrlichen Distanzschuss zum 3:4.

Favoritenschreck: Der klare Tabellenführer Ins kommt mit viel Selbstvertrauen an den Riedweg. Das Heimteam jedoch zeigt sich von der Siegesserie der Inser unbeeindruckt und spielt munter mit. Die Begegnung bleibt lange ausgeglichen, doch es sind die Grafenrieder die näher an der Führung sind. Schliesslich ist es Schläpfer, der In der Nachspielzeit mit einem wuchtigen Kopfball für die Entscheidung sorgt und so die lange Ungeschlagenheit der Seeländer beendet.

Moral: Nach einer Halbzeit zum Vergessen liegen wir gegen den SV Lyss mit 0:3 zurück. Doch kein Grafenrieder denkt ans Aufgeben. Mit sehr viel Biss gelingt es den Grünschwarzen in die Partie zurückzufinden. Kurz vor Abpfiff ist es der eingewechselte Minger, der die Partie ausgleichen kann. So gelingt es nach Jahren wieder einmal einen drei Tore Rückstand aufzuholen, das zeugt von der immensen Moral, die zurzeit in der Mannschaft herrscht.

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die Statistik. Mit 21 Punkten aus zehn Spielen konnten wir uns im Vergleich zur Herbstrunde 2019 noch einmal steigern. Diesbezüglich kann man sicher zufrieden sein. Vor allem offensiv vermochten wir zu überzeugen, in unserer Gruppe erzielten wir die meisten Treffer (32). Dem gegenüber stehen 16 Gegentreffer, hier besteht sicherlich noch Potential, denn um ganz vorne ein Wörtchen mitzureden, bekommt man aktuell noch zu viele Tore. Im Übrigen kann wohl gesagt werden, dass die Mannschaft im Moment voll im Saft ist, ein Grossteil des Teams spielt nun seit einigen Jahren zusammen. Zusätzlich werden immer wieder neue junge Spieler eingebaut. Man könnte vielleicht sagen, dass die aktuelle Equipe genau jetzt ihre goldenen Jahre hat, mal schauen was daraus noch resultiert….   Zum Schluss soll denen gedankt werden, die unser Hobby möglich machen! Deswegen ein grosses Merci an: Wegu, Beat, Chlöisu und Barbara, Ursula, an alle Fans, Vorstand, Clubfunktionäre, Club 200, Sponsoren und alle anderen, die uns in irgendeiner Weise unterstützen.

Matthias Spieler 1. Mannschaft