, Günter Roman

SCG - FC Langenthal 1:4

SCG: Pulver; Gurtner, Rimle, Günter, Schneider F.; Böhlen, Spielmann, Schmidt, Tüscher; Frésard; Hausammann

Ersatz: Schluep, Minger, Kull, Nyffenegger, Bühler


Tore:

4' Schäfer 0:1 (Penalty)
11' Lanz 0:2
18' Schneider 0:3 (Eigentor)
30' Lanz 0:4
53' Tüscher 1:4

 

Das Warten auf die Ersten Punkte am Riedweg geht weiter


Nachdem mit Koppigen, Schönbühl und Wyler bereits 3 der 4 Spitzenteams am Riedweg zu Gast waren, kam nun auch noch der FC Langenthal zu Besuch an den Riedweg. Geschenke hatte man aber keine im Gepäck. 
Der SCG beklagte weiterhin viele verletzte, angeschlagene oder gesperrte / abwesende Spieler. Das soll aber keine Ausrede sein, schliesslich standen um 10.15 Uhr 11 Mannen in Grün den Gästen in Gelb gegenüber.
Auf einem zu Beginn sehr seifigen Terrain bekundeten fast alle Spieler Probleme mit der Standfestigkeit. Fast im Minutentakt rutschten Spieler aus und führten zu so zu kuriosen Szenen. 

Die Gäste mit dem Selbstvertrauen von 6 Siegen, einem Unentschieden und nur gerade 4 Gegentoren ausgestattet legten los wie die Feuerwehr. Das Heimteam war noch nicht wirklich wach, als der Unparteiische auf den Punkt im Strafraum des SCG zeigte. Klar war es ein harter Entscheid, klar hätte man auch anders entscheiden können, aber schlussendlich hätte es auch Möglichkeiten gegeben, diese Situation anders zu lösen. 

Nur wenige Zeigerumdrehungen später die nächste Unachtsamkeit. Ein Befreiungsschlag aus der Abwehr des FCL wurde länger und länger, Torhüter Pulver und Verteidiger Gurter verpassten beide den Ball und Lanz konnte den Ball unbedrängt zum 2:0 einschieben. 

Doch damit nicht genug aus der Sparte Pleiten, Pech und Pannen. Zuerst verpasste Hausammann den Anschlusstreffer und praktisch im Gegenangriff wurde eine FCL-Flanke von Schneider ins eigene Tor abgelenkt. Und nach nur einen halben Stunde kombinierten sich die Gäste durch den SCG-Strafraum, zu wenig energisches Stören des Gegenspielers und da zappelte der Ball schon wieder im Netz. Als Zuschauer musste man sich ernsthaft Sorgen machen, dass sich das Debakel gegen Grünstern (10 Gegentore vor 2 Jahren) wiederholen könnte. Doch der SCG fing sich auf. Pulver im SCG Tor vereitelte die weiteren Gästechancen und in der Offensive konnte man ein paar sehenswerte Angriffe lancieren, welche jedoch nicht in Tore umgewandelt werden konnten. 

In der Pausenansprache machte Trainer Ryser klar, dass es so nicht weitergehen konnte und appellierte an die Moral und den Stolz der Spieler. 

Zwar nahmen die Gäste aus dem Oberaargau in der zweiten Hälfte den Fuss ein bisschen vom Gas, die Platzherren stellten sich aber auch nicht mehr ganz so ungeschickt an, wie vor dem Pausentee. So wurde die lange einseitige zunehmend zu einer ausgeglichenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Hinten konnte man weitere Gegentreffer verhindern. Torhüter Pulver vereitelte die eine oder andere Chance des FCL. So zum Beispiel auch in der 57. Minute als er mit einem grossartigen Reflex das Tor verhinderte. Zuvor hatte Tüscher aus der Drehung den Anschlusstreffer erzielt, den Assist lieferte Frésard. Und nur kurze Zeit später prüfte Spielmann mit einem Volley die Reflexe des Gästetorhüters. Dieser war jedoch zur Stelle und vereitelte mit einer Flugparade das zweite Tor des SCG. 

Kurz vor Schluss schepperte es dann noch hinter Pulver im SCG Tor. Der aufgerückte Verteidiger riss kurz vor dem Strafraum humorlos ab, fand seinen Meister jedoch am SCG-Gebälk wovon der Ball gefühlt bis zur Mittellinie zurückprallte. So blieb es beim verdienten Sieg für die Gäste und der traurigen Bilanz von 4 Spielen und 0 Punkten am Riedweg für die Grünschwarzen. Auf die Leistung der zweiten Halbzeit lässt sich jedoch aufbauen. Bereits am Samstag geht es für die Ryser-Elf in der Meisterschaft weiter, es steht das Auswärtsspiel gegen den FC Roggwil auf dem Programm.